Thermografie in der Tierphysiotherapie

🌡️ Sichtbare Temperaturveränderungen – verantwortungsvoll interpretiert

 

Die Thermografie ist ein berührungsloses Verfahren, mit dem Temperaturverteilungen an der Körperoberfläche sichtbar gemacht werden können.

In der Tierphysiotherapie nutzen wir sie ergänzend, um Hinweise auf Belastungen, muskuläre Aktivität oder veränderte Durchblutung zu erhalten.

Was ist Thermografie?

 

Die Thermografie misst Wärmestrahlung, die vom Körper abgegeben wird, und stellt diese farblich dar.
Unterschiedliche Farben stehen dabei für unterschiedliche Temperaturbereiche – nicht automatisch für Schmerzen oder Entzündungen.

 

Wichtig:
👉 Thermografie zeigt Temperaturunterschiede, keine Diagnose.

 


 

Wie wir Thermografie einsetzen

 

In unserer Arbeit dient die Thermografie als ergänzendes Analyse-Werkzeug, zum Beispiel:

✅ zur Unterstützung der physiotherapeutischen Befundung
✅ zum Seitenvergleich (links / rechts)
✅ zur Verlaufsbeobachtung im Therapieverlauf
✅ zur Einschätzung von Belastungsmustern

 

Die Ergebnisse werden immer im Zusammenhang mit:

• Untersuchung
• Bewegung / Gangbild
• Anamnese
• tierärztlicher Diagnostik

interpretiert.

 


 

Was Thermografie kann – und was nicht

 

Thermografie kann:

 

✅ Temperaturunterschiede sichtbar machen
✅ Hinweise auf erhöhte oder verminderte Durchblutung geben
✅ funktionelle Auffälligkeiten unterstützen
✅ Therapieprozesse begleiten

 

Thermografie kann nicht:

 

• eine tierärztliche Diagnose ersetzen
• Schmerzen „messen“
• allein über Behandlung entscheiden
• Erkrankungen sicher feststellen

 

Diese klare Abgrenzung ist uns wichtig.


 

Warum Thermografie sinnvoll sein kann

 

Viele funktionelle Veränderungen entstehen schleichend.
Thermografie kann dabei helfen, frühe Hinweise zu erkennen und gezielt weiter zu untersuchen – ohne Stress für das Tier.

 

Besonders sinnvoll ist sie:

 

• bei unklaren Belastungen
• bei sportlich geführten Tieren
• im Therapieverlauf
• zur objektiveren Verlaufskontrolle

 


 

Unsere Arbeitsweise

 

• ruhige, stressarme Umgebung
• standardisierte Aufnahmebedingungen
• Vergleich beider Körperseiten
• sachliche, nicht überinterpretierte Auswertung
• transparente Erklärung für Tierhalter:innen

 

Thermografie ist für uns kein Show-Tool, sondern Teil einer verantwortungsvollen physiotherapeutischen Einschätzung.

 


 

Wichtiger Hinweis

 

Wie in der Humanmedizin ergänzt auch die Thermografie die tierärztliche Diagnostik, ersetzt sie jedoch nicht.
Gesundheitliche Beschwerden sollten immer zuerst tierärztlich abgeklärt werden.

 


 

Für welche Tiere geeignet?

 

• Hunde & Pferde
• Sport- und Freizeit­tiere
• Tiere im Reha- oder Trainingsaufbau
• Tiere mit wiederkehrenden Belastungsmustern
• Tiere, bei denen eine zusätzliche, berührungslose Einschätzung sinnvoll ist

 


Termin & Fragen

 

Du möchtest wissen, ob Thermografie für dein Tier sinnvoll ist oder sie in eine physiotherapeutische Behandlung integrieren?

 

👉 Sprich uns gern an oder nutze unser Kontaktformular.
Wir beraten dich ehrlich und individuell.

Thermografie Hund

Sehr homogene Grundwärme
Rumpf, Kopf und proximale Gliedmaßen zeigen gleichmäßige Wärmeverteilung
Keine abrupten, „explosiven“ Hotspots im Muskelbauch
Keine klar abgegrenzten, einseitigen Überwärmungen
spricht für:

insgesamt ausgeglichene Durchblutung
kein offensichtliches akutes Entzündungsgeschehen im Überblick

Thermografie Pfoten

Leichte lokale Temperaturunterschiede
kleine wärmere Areale im Bereich:
Karpalgelenk / distaler Unterarm
Ellenbogennähe

Das passt eher zu:
Belastung
Muskelarbeit
kompensatorischer Aktivität
oder Lagerungs-/Kontakt-Effekten